Kinetisches Taping ist eine optimale Ergänzung manueller Körpertherapien wie der FASZIUM-Therapie. Die farbenfrohen Tapes wurden zunächst im Leistungssport eingesetzt. Mittlerweile sind sie fester Bestandteil des medizinischen Alltags, wenn es um Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates geht.

Taping ist keine eigenständige Therapieform, sondern ein wertvolles Add-On. Es bietet sich z.B. im Anschluss an eine Faszien-Behandlung an, um die erzielten Ergebnisse nachhaltig zu festigen. Das angelegte Tape unterstützt die Mobilität des Patienten und den Heilungsprozess seiner Beschwerden. 

Es werden etwa fünf Zentimeter breite, elastische Klebebänder auf Baumwollbasis direkt auf die Haut aufgebracht. Dort verbleiben sie für bis zu 7-8 Tagen. Der verwendete Kleber ist auf Acrylbasis und sehr gut hautverträglich. Ich verwende ausschließlich medizinisch geprüfte Tapes.

Die Wirkung der Tapes beruht zum einen auf der direkten Stimulation der Schmerzrezeptoren in der Haut und zum anderen auf einer wellenförmigen Gewebeanhebung unter dem Band.

Dieses führt zu einer deutlichen Schmerzlinderung beim Patienten. Außerdem wird der lokale Blut- und Lymphfluß angeregt. Hierdurch wird der Heilungsprozess beschleunigt.

Das Tape wirkt durch die Bewegung, daher stammt auch der Begriff "kinetisch". Der Muskel oder das Gelenk, wo es aufgebracht ist, wird nicht ruhig gestellt wie bei dem klassischen funktionellen Tapeverband - im Gegenteil: der Patient muss sich bewegen, am besten im Rahmen der Übungen, die er vom Therapeuten mit auf den Weg bekommt. 

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, muss das Tape indikationsgerecht und korrekt angelegt wird (z.B. exakt dem Verlauf der zu unterstützenden Faszien, Muskeln oder Sehnen).

Hierzu braucht es anatomische Kenntnisse, eine Ausbildung durch einen erfahrenen Praktiker und eigene Erfahrung.

Indikationen sind u.a.

  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen am Kniegelenk
  • Schulterbeschwerden (Impingement, Schultersteife)
  • Leistenschmerzen
  • Maus-, Tennisarm
  • Golfer-Ellenbogen
  • sonstige Beschwerden am Bewegungsapparat

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